Der erste Hospizdienst in Deutschland wurde 1974 im Marburg gegründet, um sterbende Menschen und Angehörigen in dieser schweren Situation zu unterstützen. Damals war an der von Prof. Dr. Friedhelm Hess, dem an Lebensjahren ältesten Mitglied der deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin geleiteten Marburger Klinik für Strahlentherapie ein Angebot zur psychosozialen Begleitung sterbender Krebspatienten und ihrer Familien im Sinne der in England entwickelten Hospizidee von seiner Frau Irmgard aufgebaut worden.

"Elisabeth in Marburg. Der Dienst am Kranken"

Ist der Titel einer Ausstellung, die noch bis zum 25. November im Marburger Schloß zu sehen ist. Thema ist u. a. die Konfrontation mit dem Sterben bis in die heutige Zeit.

Elisabeth starb am frühen Morgen des 17. November 1231. Die 24. Jährige endete ihr Leben als Dienerin, als Arme unter Armen im Marburger Siechenhaus, welches sie selbst hatte errichten lasssen. Sie schloß ihr Leben zwischen Kranken und Bettlern, getrennt von ihren Kindern und von den meisten ihres Standes und ihrer hohen Verwandtschaft unverstanden, beschimpft und verachtet, ja für, irr und toll gehalten.

Das Sterben Elisabeths wird wie folgt geschildert:" Nach der Dämmerstunde lag sie da, wie erleutet, und schien in tiefster Anbetung versunken bis zum ersten Hahnenschrei. Dann sagte sie:" Jetzt kommt die Stunde zu der die Jungfrau geboren hat." Dann riet sie allen, innig zu beten und verschied, als wenn sie sanft einschlafe." (aus: Helmut Zimmermann und Eckhard Bieger: Elisabeth. Heilige der christlichen Nächstenliebe)

 

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